
Die Fischbacher Buwe stellen sich vor.
Hier ein kleiner geschichtlicher Rückblick:
Es war im Jahr 1728 als Charlotte Amalie, Fürstin zu Nassau-Usingen, die "FISCHBACHER EISENSCHMELZE" errichten ließ. Das gesamte Hüttengelände lag hinter den Häusern der heutigen Friedhofstraße, also schräg unterhalb unserer katholischen Kirche. Das Schmelzgebäude stand in der Quierschieder Straße, wo sich heute die Häuser der Familie Berg und Gregorie befinden. Gleichzeitig, mit dem Bau der Eisenschmelze, wurden auch Wohnungen für die Arbeiter und ein Haus für den Hüttenverwalter errichtet. Aus dieser kleinen Siedlung entstand unser heutiges Fischbach.
Am 1. Juni 1728 wurde das erste in Fischbach geborene Kind getauft. Seine Eltern waren Konrad und Margarethe Geimmel.
Wo sich heute unsere Fischbachhalle, der Marktplatz und die Waldparkanlage befinden, war damals ein großer Weiher, der sogenannte Hüttenweiher. Dieser wurde benötigt, um die Schmelze mit dem nötigen Wasser zu versorgen. An der heutigen Straße „Am Weiherdamm“ wurde der Fischbach gestaut und der Damm befand sich früher dort, wo heute der Einkaufsmarkt „Schlecker“ steht und die Straße "Am Weiherdamm" den Fischbach überquert. Nun wisst ihr auch woher der Straßennamen kommt!
Als die Schmelze 1866 stillgelegt wurde, wurde auch der Hüttenweiher nicht mehr benötigt. Daher legte man ihn 1880 trocken und pflanzte in seinem Bett Hafer an. Von 1897 bis 1904 wurde das Wasser aber erneut gestaut und man verwendete den angestauten See als Fischweiher. Nach dem ersten Weltkrieg, im Jahr 1918, begann der Weiher aufgrund der vielen Abwässer, die in den Fischbach eingeleitet wurden, zu versumpfen und zu verlanden. So wurde daraus ein mit Schilf und Wasserpflanzen bewachsenes Sumpfgebiet. 1950 erhielt der Fischbach einen neuen Lauf, womit das Wasser aus dem einstigen See abgeführt werden konnte. Nach Trockenlegung der Weiherfläche, wurde diese in einen Park umgestaltet, der seit 1959 das Ortsbild von Fischbach prägt
Durch einen diagonalen, silbernen Wellenbalken, belegt mit zwei blauen Fischen, ist das Wappen in Grün und Schwarz geteilt. Gleichzeitig verlieh Der Minister der Gemeinde das Recht, die Farben Grün-Schwarz als Gemeindefarben zu führen. Das Wappen ist von Paul Schäfer aus Fischbach entworfen worden. In dem Schmuckblatt, dass die Gemeinde zur Erinnerung an die Wappenverleihung am 29. August 1964 herausgegeben hatte, heißt es: "Das Wappen der Gemeinde Fischbach ist ein redendes Wappen. Es weist auf die geschichtliche Herkunft hin und bringt zum Ausdruck, dass Wald, Wasser, Fischreichtum, Eisen und Steinkohle für das Leben entscheidende beeinflussende Begleiter der Generationen waren, die den Ort mit ihrem Leben erfüllt und ihn bis zur Jetztzeit mitgestaltet haben.
Der mit zwei Fischen belegte Wellenbalken symbolisiert den Namen "Fischbach". Er weist auf den Wasser- und Fischreichtum (Weiher und Bäche) hin und versinnbildlicht die Zweiteilung des Ortes durch den Fischbach. Die Farbgebung silberblau erinnert an die geschichtliche Zugehörigkeit zu Nassau-Saarbrücken.
Der schwarze Schildteil beschreibt die Existenzgrundlagen der Gemeinde Fischbach und die engen Beziehungen zur heimatlichen Grundindustrie Eisen und Steinkohle. Rund 150 Jahre lang bildete, die von der Fürstin Charlotte-Amalie von Nassau-Usingen errichtete Eisenschmelze, die Erwerbsgrundlage der ersten Siedler, die Holzhauer, Köhler, Erzgräber, Fuhrleute und Hüttenarbeiter waren. Mit dem Abteufen der Förderschächte auf Grube Camphausen (1871) ergab sich für Fischbach eine neue Erwerbsquelle, die dem kleinen Ort einen starken Auftrieb gab.
Im Jahr 1988 wurde die Stilllegung des Bergwerks Camphausen bis zum Jahre 1990 beschlossen. Am 1. Januar 1990 verlor Camphausen seine Eigenständigkeit und wurde Teil des neuen Verbundbergwerks Reden-Camphausen. Die letzte Förderung im Feld Camphausen fand im November 1990 statt. Das Gelände und die Fördereinrichtungen werden heute nur noch selten genutzt.